Mit dem Projekt VERINET soll die Notfallversorgung verbessert und die Vermittlung in passende Versorgungsangebote gezielter gestaltet werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss fördert das Vorhaben mit rund sieben Millionen Euro.
Hilfesuchende erreichen über die Notrufnummer 112, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder eine Notaufnahme unterschiedliche Bereiche des Gesundheitswesens. Nicht immer führt der gewählte Zugang unmittelbar zu der Versorgung, die dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Dies kann unnötige Rettungsdiensteinsätze und eine zusätzliche Belastung der Notaufnahmen zur Folge haben.
VERINET setzt an dieser Schnittstelle an. Speziell geschulte Fachkräfte in den Leitstellen sollen Hilfesuchende dabei unterstützen, das passende Versorgungsangebot zu finden. Je nach Bedarf kommen beispielsweise eine hausärztliche Behandlung, eine Videosprechstunde, pflegerische Angebote oder der Rettungsdienst infrage.
Das Projekt wird sowohl im städtischen Raum im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle Mannheim als auch im ländlichen Raum in der Region der Leitstelle Ems-Vechte erprobt. So sollen Erfahrungen unter unterschiedlichen regionalen Bedingungen gesammelt werden.
Ziel ist eine bessere Vernetzung der Beteiligten im Gesundheitswesen, damit Hilfesuchende zur richtigen Zeit am richtigen Ort durch die passende Fachkraft versorgt werden.

